{"id":33,"date":"2023-05-18T17:27:50","date_gmt":"2023-05-18T17:27:50","guid":{"rendered":"https:\/\/wirteltor.de\/?p=33"},"modified":"2023-05-18T17:27:50","modified_gmt":"2023-05-18T17:27:50","slug":"ach-der","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wirteltor.int\/?p=33","title":{"rendered":"Ach der &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Von 1991 bis Januar 1998 war ich Sch\u00fcler auf dem Wirteltor Gymnasium in D\u00fcren, einmal sitzen geblieben und 1998 f\u00fcr ein paar Monate auf der Hauptschule in Vettwei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"341\" height=\"483\" src=\"http:\/\/wirteltor.int\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/matthias-1997.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34\" srcset=\"http:\/\/wirteltor.int\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/matthias-1997.jpg 341w, http:\/\/wirteltor.int\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/matthias-1997-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Schmidtchen a.k.a. VEgMS<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 24 Jahren ging es im totalen Drogenrausch erst einmal in die Versenke. Ich durfte Genesung erfahren, was aber mindestens 15 Jahre Zeit ben\u00f6tigt. Die letzten Jahre pr\u00e4gten mich zus\u00e4tzlich durch radikale Reduktion auf sehr, sehr weniges, auf das, was funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kontrast zu fr\u00fcher. Heute spielen Alkohol, Drogen und Zigaretten gar keine Rolle mehr in meinem Leben. Heute konzentriere ich meine menschlichen Kontakte auf sehr wenige Leute, die mir gut tun und die mich m\u00f6gen. Keine Intrigen mehr, kein Stress. Ich habe sp\u00e4t sprechen gelernt. Die Innen und Au\u00dfen Kommunikation war damals v\u00f6llig kaputt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin viele Irrwege und Umwege gegangen. Ich hatte die Courage, aus jeden Mist wieder raus zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit konzentriere ich heute meine Arbeit, auch ehrenamtliche Arbeit, auf sehr weniges, nur das, was funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zum Thema Computerisierung bzw. Digitalisierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Es gab damals auf dem Wirteltor einen Computerraum. Ich habe diesen Raum nie betreten. Es gab nie Informatik Unterricht. Auf der schn\u00f6den Hauptschule wurde Word und Excel Rechen Kompetenz vermittelt. Herr Derichs hatte einmal in der Mittelstufe zum Mathematik Unterricht einen 386er Laptop dabei, BIOMIE.EXE ein Lernprogramm f\u00fcr Binomische Formeln f\u00fcr DOS.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten ja noch zum Mittag Schulschluss. Wenn ich nicht bl\u00f6de Dinge vor hatte, hatte ich sogar sinnvolle Dinge mit dem Computer gemacht. Das erschien mir so sinnvoll, dass ich sehr selten die Hausaufgaben gemacht hatte. Ich hatte Quellen zum Abschreiben der Hausaufgaben. Da am Morgen die Zeit zum Abschreiben nicht ausreichte, mussten die Daten auf ein Drittel gek\u00fcrzt werden. Einer meiner Berufe war Kopist. Oh man, was wurde 1996 einem an Geld nach geschmissen f\u00fcr eine CD-R. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"444\" height=\"327\" src=\"http:\/\/wirteltor.int\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/wettbewerb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37\" srcset=\"http:\/\/wirteltor.int\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/wettbewerb.jpg 444w, http:\/\/wirteltor.int\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/wettbewerb-300x221.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit einem Drei Pass Farb Dokumenten Scanner und Farbtintenstrahldrucker konnten noch Preise gewonnen werden, als andere noch entwickelte Fotos einklebten. Es war nicht alles schlecht. Es wurde alles kopiert, den Kopierschutz haben wir nicht geknackt, sondern wurde einfach mitkopiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin der schlechteste Programmiere der Welt, auch wenn ich in der vierten Klasse der Grundschule etwas mit AmigaBASIC schon angefangen hatte. Ich hatte mich gewundert, warum ich bei jeder Programmiersprache so schlecht war. Nun, es lag daran, dass ich keinen Bildungszugang zu Algorithmen hatte. Internet war unbezahlbar und die B\u00fccher in D\u00fcren gab es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Commodore Ami Englisch hat von Anfang an Probleme mit dem schulischen Oxford Englisch bereitet, ich bleibe dabei, das doofe Ding hei\u00dft Trashcan. Das langweilige Vokabel Lernprogramm hatte ich schnell beiseite gelegt, irgendwann w\u00fcrde der Computer das eh alles \u00fcbersetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt, ich hatte noch freie Nachmittage, also ab in den Computer Laden. Bei Tritec Computer auf der Aachener Stra\u00dfe  wurden Computer Teile verkauft oder repariert, es war aber auch eine Art Computer Club. Dort habe ich viel gelernt, manches ist zeitlos im First und Second Level Support.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Latein Lehrer Wehrfritz und Poschen sind an die Decke gegangen, weil ich die Vokabeln nie gelernt hatte. Die antiken Texte, die seit tausenden Jahren im exakten Raster rezitiert wurden, mit cis hetero toxisch m\u00e4nnlichen Heldengeschichten, interessierten mich nicht. Ich \u00fcbersetzte frei nach k\u00fcnstlerischer Art. Die Lehrer*innen wussten, dass ich sehr intelligent und sehr faul war. Umgekehrt konnte es auch vorkommen, wie bei Herrn Wanke in Geographie, dass die ganz Klasse Angst vor einem m\u00fcndlichen Test hatte und ich vorne an der leeren Landkarte in Ruhe die Nachfolgestaaten der Sowjetunion mit Hauptst\u00e4dten und Fl\u00fcssen vortrug mit voller Punktzahl. Hohe Intelligenz und viel Faulheit bedeuten in der IT maximale Effizienz.<\/p>\n\n\n\n<p>Statt R\u00f6misch Lateinisch lernte ich TCP\/IP, hatte durch den Computerladen die M\u00f6glichkeit an ausrangierten NE2000 kompatiblen Netzwerkkarten zu gelangen, hatte zuhause ein Netzwerk mit drei Computern mit Win3.11, Drucker im Netzwerk, Laufwerksfreigaben, alles, was heute auch Bestand meiner Arbeit ist. Wir spielten Doom im Netzwerk, als das noch nicht LAN Party hie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>In D\u00fcren starten immer wieder Digital Startups mit der Betonung auf etwas Neues. Dabei ist die Computerisierung seit Jahrzehnten hier normal. Manches ist l\u00e4ngst Geschichte, wie AnNoText, oder das mittelrheinische Rechenzentrum zusammen mit dem MRZ Laden in der K\u00f6ln Strasse, mit Apothekenpreisen, wo seit 30 Jahren wieder, genau B\u00fccher der einfachen Art verkauft werden. Vor dem Bau des Stadtzentrums, als Saturn, \u00e4hm Mediamarkt noch in der oberen Etage des Kaufhofes war, es Saturn noch nicht gab und in der obersten Etage es einfach eine Computerabteilung gab f\u00fcr g\u00fcnstige Homecomputer. Das war die Commodore Strategie, g\u00fcnstige Computer beim Discounter, also in D\u00fcren auch im Allkauf. Genau so ist auch Tritec Computer Geschichte. Vobis genau so und vergessen, dass Theo Liven einmal Bill Gates in W\u00fcrselen hat sitzen lassen und zur Hintert\u00fcr raus war, ach ja IBM OS\/2. Das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirteltor Lehrer wollte wirteltor.de haben<\/h3>\n\n\n\n<p>Vor wenigen Jahren wollte ein Lehrer diese Domain haben, so f\u00fcr k\u00fcrzere E-Mail Adressen usw. Aber die Betonung war am Ende, dass es kein Geld geben kann. Dazu eine Stellungnahme von mir:<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war einen Augenblick sp\u00e4ter im Internet und mein Zustand war damals desolat. Ein ehemaliger Sch\u00fcler nutzte die Chance Ende der 1990er Jahre und zog sein Startup f\u00fcr Webseiten hoch. Da floss Geld. Das Gymnasium bekam die Domain so wie sie seit dem ist. Meine Domain war die ganze Zeit frei und 20 Jahre war das auch egal. Es kann alles so bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer kennt <a href=\"https:\/\/internet.nl\">https:\/\/internet.nl<\/a> ? Dort lassen sich Webserver und Mailserver \u00fcberpr\u00fcfen. Mit solchen Testsystemen wird deutlich, wie schlampig in meiner Branche gearbeitet wird. Leute, die fett absahnen im Leben. Sowohl der Webserver, als auch der Mailserver vom St\u00e4dtischen Gymnasium am Wirteltor D\u00fcren hat branchen\u00fcblich schlechte Werte.<\/p>\n\n\n\n<p>Diverse Polit Menschen aus D\u00fcren, die sich mit digitalen Federn schm\u00fccken, brauchten mehre Wahlen, damit wenigstens deren WordPress datenschutzkonform wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 23 Jahren war es einsam nach meiner Erkrankung und ich war sehr m\u00fcde. Der Computer gab ehrliches Feedback, zwang mich zur Exaktheit. Ich bin da hart geworden. Meine Realit\u00e4t erfordert das. Ich hatte und habe Kontakt ins akademische Milieu, auch zu Lehrer*innen. Ich kann gerne \u00fcber alles mit anderen Menschen reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Computer Dingen bin ich eigen. Das NRW Abitur Pr\u00fcfung Desaster mit diesem Download einer ausf\u00fchrbaren Datei veranlasste, dass ich diesen Text \u00fcberhaupt schreibe. Ein \u00fcbergriffiger Staat, der selber zu Neuem unf\u00e4hig ist, ma\u00dft sich an, junge Menschen zu werten und zu sortieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein verstorbener Freund, Historiker, Lehrer, B\u00fcrgermeistekandidat der letzten Kommunalwahl, den ich gerne in unserer Stammkneipe angetroffen habe, hat sehr verdeutlicht, wie wichtig exaktes Arbeiten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein pers\u00f6nliches Ding mit diesem Gymnasium und mir. Die digitale Qualit\u00e4t ist mangelhaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von 1991 bis Januar 1998 war ich Sch\u00fcler auf dem Wirteltor Gymnasium in D\u00fcren, einmal sitzen geblieben und 1998 f\u00fcr ein paar Monate auf der Hauptschule in Vettwei\u00df. Schmidtchen a.k.a. VEgMS Vor 24 Jahren ging es im totalen Drogenrausch erst einmal in die Versenke. Ich durfte Genesung erfahren, was aber mindestens 15 Jahre Zeit ben\u00f6tigt. 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